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ToggleWas verdient eine virtuelle Assistentin? Stundensatz oder Pakete?
Als virtuelle Assistentin wirst du sehr viel über deinen Stundensatz nachdenken. Was nehmen die anderen? Was soll ich überhaupt nehmen und kann ich davon leben?
Es gibt nicht die eine Antwort auf all die Fragen. Aber es gibt viele Dinge, an denen du dich orientieren kannst, um deine Preise zu finden.
Deine Einnahmen hängen davon ab, welche Dienstleistungen du anbietest, wie viel Erfahrung du mitbringst, für welche Zielgruppe du arbeitest und welchen Preis du für deine Arbeit verlangen kannst.
Am Ende landet nicht dein Umsatz auf deinem privaten Konto. Du findest im Artikel ein Rechenbeispiel mit 3.000 € Umsatz, warum du viel unbezahlte Arbeit machst und wie du vom Stundensatz zu Paketpreisen kommst.
Wenn du noch ganz am Anfang stehst und erst einmal wissen möchtest, wie du überhaupt als virtuelle Assistentin startest, findest du alle Grundlagen in meinem Artikel „Virtuelle Assistentin werden“.
Wie viel verdient eine virtuelle Assistentin?
Virtuelle Assistentinnen arbeiten selbstständig. Deshalb gibt es kein festes Gehalt, das du jeden Monat automatisch bekommst.
Wie viel du verdienst, hängt davon ab, wie du dein Business aufbaust.
Eine VA, die als Allrounder auftritt nimmt andere Preise als eine VA, die sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert hat und dort Expertin ist.
Dein möglicher Verdienst hängt unter anderem von diesen Punkten ab:
Deshalb würde ich dir nicht empfehlen, einfach zu googeln, welchen Stundensatz andere virtuelle Assistentinnen verlangen und diesen zu übernehmen. Dennoch ist es wichtig eine Marktanalyse zu machen.
Welcher Stundensatz ist als virtuelle Assistentin realistisch?
Gerade am Anfang orientieren sich viele VA`s stark an anderen und lassen sich oft auf unterbezahlte Aufträge ein.
Eine andere VA nimmt 30 € und du willst mithalten, um den Auftrag zu bekommen. Langfristig wirst du so keinen Spaß an der Selbstständigkeit haben, da du deine Zielgruppe verfehlst, denn nicht jeder will billig einkaufen.
Du kannst auch nicht einfach die Stundensätze anderer VA´s nehmen, weil du nicht weißt, wie sie kalkuliert hat und ob es zu deinem Business passt.
Dein Stundensatz sollte deshalb nicht einfach aus dem Bauch heraus entstehen, oder weil alle das so machen.
Du solltest unter anderem berücksichtigen:
- welchen Umsatz du erreichen möchtest und auch musst, um davon zu leben
- wie hoch die Ausgaben in deinem Business sind
- wie viele Stunden du überhaupt arbeiten kannst/möchtest
- wie viele davon tatsächlich abrechenbar sind
- welche Dienstleistung du anbietest
Gerade wenn du als Mama nur eine begrenzte Anzahl an Arbeitsstunden zur Verfügung hast, wird dieser Punkt besonders wichtig.
In meinem Umsatzplaner werden genau diese Punkte berücksichtigt, so dass du ganz easy zu deinem Basis Stundensatz kommst.
Zeit gegen Geld tauschen
Schau dir einmal folgende Grafik an. Es zeigt sehr deutlich, dass du von 30 € Stundensatz nicht gut unabhängig leben kannst.
Bei einem Stundensatz von 30 Euro müsstest du also 100 Stunden im Monat direkt für Kunden arbeiten, um 3.000 Euro Umsatz zu erreichen. Die Abzüge minimieren deinen Umsatz noch einmal sehr. Löse dich von den Zahlen, die du aus dem Angestelltenverhältnis kennst.
Bedenke auch, dass in den 100 Stunden nur die Kundenstunden berücksichtigt sind.
Nicht jede Stunde in deinem Business wird bezahlt
Neben deiner Kundenarbeit fallen noch viele Aufgaben an, für die dir niemand direkt Geld überweist.
Dazu gehören:
- Buchhaltung
- Rechnungen schreiben
- Angebote erstellen
- E-Mails beantworten
- Kundengewinnung
- Erstgespräche
- Contenterstellung
- deine Website pflegen
- Weiterbildung
- Organisation und Planung
Wenn du also 100 Stunden im Monat für dein Business zur Verfügung hast, bedeutet das nicht, dass du 100 abrechenbare Kundenstunden hast.
Das solltest du unbedingt berücksichtigen, wenn du deinen Stundensatz kalkulierst.
Ein sehr niedriger Stundensatz führt dazu, dass du immer mehr Kundenstunden brauchst. Wie willst du später dem Kunden, von dem du immer 30 € genommen hast, erklären, dass du jetzt plötzlich das doppelte nimmst? Die wenigsten gehen bei so einer Erhöhung mit.
Gerade wenn du dir die Selbstständigkeit aufbaust, um mehr Flexibilität in deinen Mama-Alltag zu bekommen, wäre es ziemlich kontraproduktiv, dir direkt das nächste Hamsterrad zu bauen.
3.000 Euro Umsatz sind nicht 3.000 Euro Einkommen
Noch ein wichtiger Punkt:
Wenn du 3.000 Euro Umsatz machst, hast du nicht automatisch 3.000 Euro zur privaten Verfügung.
Dein Business verursacht Kosten.
Je nachdem, wie dein Business aufgebaut ist, können beispielsweise Ausgaben entstehen für:
- Software und Tools
- Buchhaltungssoftware
- Steuerberatung
- Versicherungen
- Website und Hosting
- Domains
- Weiterbildungen
- Tools wie ChatGPT
- Marketing
- externe Unterstützung
Von deinem Umsatz werden erst deine betrieblichen Ausgaben abgezogen. Was danach übrig bleibt, ist ganz simple gesagt dein Gewinn.
Auch dein Gewinn ist nicht automatisch das Geld, das du komplett privat ausgeben kannst.
Davon gehen Dinge wie Einkommensteuer, Krankenversicherung und deine Altersvorsorge ab.
Deshalb reicht es nicht, dir zu überlegen:
„Ich möchte monatlich 3.000 Euro zur Verfügung haben, also muss ich 3.000 Euro Umsatz machen.“
Du musst das alles gar nicht selbst ausrechnen. Im Umsatzplaner wirst du durch die Berechnung geführt und du brauchst nur deine individuellen Ausgaben, deinen Zielumsatz und deine unterschiedlichen Dienstleistungen eintragen. Hier geht es zum Umsatzplaner.
Vom Stundensatz zum Paket: Wie du dein VA-Business weiterentwickeln kannst
Gerade am Anfang ist die Abrechnung nach Stunden eine einfache Möglichkeit.
Du arbeitest z. B. fünf Stunden und berechnest deinem Kunden fünf Stunden.
Nach ner Zeit wirst du ein gutes Gespür für deine Arbeit bekommen und ohne Zeiterfassung zu arbeiten ist auch viel angenehmer, gerade als Mama, wenn du zwischendurch unterbrochen wirst. Du kannst deine Dienstleistung also auch super als Paket anbieten.
Du verkaufst also das Ergebnis, ohne jede Minute gegen Geld zu tauschen.
So kannst du ein VA-Paket kalkulieren
Auch wenn dein Kunde später einen Paketpreis bezahlt, musst du die Preise kalkulieren. Dein Stundensatz bleibt im Hintergrund noch deine Basis für die Pakete.
Angenommen, du hast für dich einen internen Stundensatz von 60 Euro kalkuliert.
Für ein bestimmtes Social-Media-Paket benötigst du durchschnittlich acht Stunden im Monat.
Das wären zunächst:
8 Stunden × 60 Euro = 480 Euro
Jetzt solltest du zusätzlich berücksichtigen, dass nicht jeder Monat gleich läuft.
Vielleicht braucht eine Abstimmung länger. Es gibt eine zusätzliche Korrekturschleife oder eine Aufgabe benötigt mehr Zeit als geplant. Deshalb ist es sinnvoll mit Puffern zu arbeiten.
Daraus entsteht ein Paketpreis, den dein Kunde zahlt und du lieferst das Ergebnis.
Im Umsatzplaner findest du auch einen Bereich, wo du genau berechnen kannst, wie viele Pakete du verkaufen musst, um dein Umsatzziel zu erreichen.
Schau dir deine Zahlen an, bevor du deinen Preis festlegst.
Dein Stundensatz sollte nicht einfach eine Zahl sein, die gerade passt.
Wenn du beispielsweise weißt:
- wie viel Umsatz du erreichen möchtest
- welche monatlichen Kosten du hast
- wie viele Stunden du arbeiten kannst
- wie viele davon realistisch abrechenbar sind
kannst du ganz anders kalkulieren.
Und genau dafür habe ich meinen Umsatzplaner erstellt.
Mit ihm kannst du durchrechnen, welchen Umsatz du erreichen möchtest und auch musst und was das für deine Preise und deine benötigten Kundenstunden bedeutet.
Im Umsatzplaner bekommst du einen Überblick über dein Zielumsatz, Stundenlohn mit und ohne Gewinn und wie viel du verkaufen musst, um dein Ziel zu erreichen.
Zusammenfassung: Was kannst du als virtuelle Assistentin verdienen?
Auf die Frage „Was verdient eine virtuelle Assistentin?“ gibt es keine pauschale Antwort.
Dein Umsatz hängt nicht nur von deinem Stundensatz ab.
Es kommt auch auf die folgenden Dinge an:
- deinem Angebot
- deiner Spezialisierung
- deiner Zielgruppe
- deinen Preisen
- deiner verfügbaren Zeit
- deiner Auslastung
- deinen Kosten
Gerade am Anfang ist es deshalb wichtig, nicht einfach irgendeinen Stundensatz zu übernehmen.
Rechne dir aus, was du mit deinem Business erreichen möchtest und wie viele Stunden du dafür tatsächlich zur Verfügung hast.
Denn dein Ziel sollte nicht sein, möglichst billig am Markt zu sein, sondern von deiner Selbstständigkeit leben zu können.
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